Quecksilber

Quecksilber ist einer der giftigsten Stoffe, trotzdem ist er in vielem enthalten. Was bewirkt er im Körper und wie kann man sich schützen?

Quecksilber ist ein Schwermetall und gehört zu den Metallen, die der Körper für keinerlei biochemische Reaktion benötigt (wie z.B. Aluminium), die ihm nur schaden, im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Quecksilber kann viele Organe beschädigen, am gefährlichsten ist es für das Nervensystem. Dort kann es sich sehr lange verstecken und ein gefährliches Spiel treiben. Unser Gehirn ist normalerweise durch die Blut-Hirn-Schranke gegen das Eindringen von etliche Schadstoffen geschützt. Leider kommt Quecksilber trotzdem durch, aber nicht mehr von allein heraus.

Welche Symptome sind bei Vergiftung möglich?

Quecksilber kann sehr vieles verursachen, hier nur das wichtigste:

- Neurologische Erkrankungen jeder Art
- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen schon bei jungen Leuten
- chronische Gelenkprobleme
- Muskelschmerzen
- Allergien
- Autoimmmunerkrankungen
- Multiple Sklerose
- ALS
- Alzheimer
- Parkinson
- leichte chronische Depressionen
- unkontrollierbare Emotionen
- Lernstörungen
- Erkrankungen der Augen und Ohren
- Nierenerkrankungen
- Leukämie
- Tumore

Tumore stehen im Verdacht, eine Art Notventil des Körpers zu sein, um Quecksilber auszulagern, damit es nicht ins Gehirn kommt. Es gab Fälle, wo allein durch eine Schwermetallentgiftung der Tumor zurückging. Außerdem macht Quecksilber das Immunsystem kaputt. Es gibt Studien, die auch eine Zunahme der Antibiotikaresistenz von Bakterien unter Einfluß von Quecksilber zeigen.

Was macht Quecksilber im Nervensystem?

Quecksilber wandert vorzugsweise ins Nervensystem. Zu Versuchszwecken baute man Ziegen radioaktiv markierte Quecksilberzahnfüllungen ein. Bereits nach 24 Stunden fand sich das Quecksilber im Gehirn, im Rückenmark, in den Hormondrüsen und der Darmwand. Sechs Monate später war das Quecksilber immer noch da, unverändert.

Manche glauben, das Quecksilber würde irgendwie abgebaut oder den Körper verlassen. Nein, wenn Blut-, Stuhl- und Urinproben nichts ergeben heißt das nur, das Quecksilber versteckt sich woanders.

Unsere Nerven muß man sich nicht nur wie ein elektrisches Kabel, sondern auch wie einen Schlauch vorstellen. Nährstoffe, Abfallstoffe und Hormone werden darin transportiert. Quecksilber macht diesen Transport kaputt. Der Nerv kann sich selbst nicht mehr richtig ernähren und entgiften. Auch andere Gifstoffe (Pestizide, Holzschutzmittel usw.), können nicht mehr heraus, weil Quecksilber als Gatekeeper den Abtransport blockiert.

Ein Video der Universität von Calgary zeigt, wie Nervenzellen auf die Konfrontation mit Quecksilber reagieren:




In Gehirnen von Alzheimerpatienten fand man stark erhöhte Quecksilberwerte. Wahrscheinlich führen noch andere Einflüsse zu dieser Erkrankung, doch die Schwermetallvergiftung ist ein Schlüsselfaktor (siehe auch Aluminium). Keinesfalls sind Demenz und Alzheimer "normale" Alterserkrankungen, wie man uns einreden möchte. Immer jüngere Menschen sind betroffen. Warum wohl?

Wo vergiften wir uns?

Amalgam in Zahnfüllungen
Amalgam ist eine Mischung aus Quecksilber und anderen Metallen. Es wird in der Zahnmedizin verwendet, weil es billig und einfach zu verarbeiten ist. Bei jedem Kauen lösen sich winzige Teilchen und gelangen über den Speichel und den Magen-Darm-Trakt ins Blut. Noch gefährlicher ist das Einatmen der Dämpfe. Quecksilber verdampft bei Raumtemperatur. In Amalgam ist es gebunden, der Vorgang ist stark verlangsamt, aber es entstehen trotzdem Dämpfe.

Nachdem heute jedes Kind über die Gefährlichkeit von Quecksilber bescheid wissen sollte, gilt Amalgam immer noch als Standard-Zahnversorgung, die Wirkungen werden wegdiskutiert. Gerade Zahnärzte gelten als hoch belastet. Deswegen gibt es immer mehr Zahnärzte, die Amalgamfüllungen ablehnen und die Entfernung nur mit Schutzausrüstung für Arzt und Patient durchführen.

Eine fachgerechte Entfernung der Amalgamfüllungen sowie eine wirkungsvolle Schwermetallausleitung sind Grundvoraussetzungen für Gesundheit.

Von den Eltern zum Kind
Man schätzt, daß ca. 60% des Quecksilbers der Mutter auf das erstgeborene Kind übergehen, während Schwangerschaft und Stillzeit. Quecksilber geht mühelos durch die Plazenta. Die Erstgborenen sind schlechter dran als die Nachgeborenen, es sei denn, die Mutter bekommt zwischendurch wieder neue Quecksilberbelastungen. Bei Kindern mit Lernstörungen, Allergien, Asthma usw. muß man an eine Quecksilberbelastung denken, auch wenn das Kind selbst keine Amalgamfüllungen hat. Eine gründliche Entgiftung der Mutter vor der Schwangerschaft ist wertvoller als manch andere Dinge, die man für den Nachwuchs tut oder kauft.

Auch der Vater spielt eine zunehmende Rolle. Wenn er Schwermetalle im Körper hat, gibt er ein genetisches Programm an die Kinder weiter, das die Ausscheidung von Schwermetallen erschwert.

Fisch
Leider wurden die Meere zur Mülltonne der Industrie. Fische bekommen natürlich alle Gifte ab, die sich im Wasser befinden, auch Quecksilber. Reine Planktonfresser am wenigsten, bei größeren Fischen, die die kleineren fressen, wird es immer mehr. Die höchste Belastung haben z.B. Schwertfisch und Hai. In "Fachkreisen" wird oft nur Thunfisch als belastet genannt. Das ist eine einseitige Sicht. Klar, Thunfisch ist belastet, doch 50 Gramm Thunfisch auf der Pizza ergeben eine geringere Quecksilbermenge als 200 Gramm Seelachs mit Kartoffelsalat. Aal und Schillerlocken sind stärker belastet als Thunfisch.

Einen Überblick gibt eine Studie des "Institutes für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven":
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Download des Diagramms(pdf): http://www.laves.niedersachsen.de/download/61093

Ernährungstechnisch sind wir nun im einem Dilemma, da Fisch an sich sehr gesund ist. Eine gute Auswahl ist wichtig, und regelmässige Entgiftung. Dauernd oder als Kur in gewissen Abständen.

Leuchtmittel
Sogenannte "Neonröhren" sind Leuchtstofflampen, gefüllt mit einem quecksilberhaltigen Gas. Im gewerblichen Bereich werden sie massenhaft verwendet. Zerplatzt die Röhre, entweicht der quecksilberhaltige Dampf. Man sollte dann schleunigst die Fenster öffnen und das Weite suchen.

Nun hat uns die EU aus mißverstandenem Energiespardenken (Strom sparen geht anders) und evtl. zur Marktbelebung(?) die Glühbirne verboten, und als Ersatz die "Energiesparlampe" angepriesen. Diese ist nichts anderes als eine kleine, zusammengefaltete und ebenfalls quecksilberhaltige Leuchtstoffröhre. Beim Brechen der Röhre stellt sie die gleiche Gefahr wie Neonröhren dar. Defekte Energiesparlampen müssen als Sondermüll entsorgt werden.




Zudem stellen diese Enegiesparlampen eine häufige Quelle für elektromagnetische Störstrahlung dar. Jede Leuchtstofflampe benötigt ein Vorschaltgerät, doch bei der üblichen Netzfrequenz von 50Hz wäre die nötige Drossel größer als die Lampe. Deswegen wird über eine kleine elektronische Schaltung der Netzstrom gleichgerichtet und mit der Frequenz von ca. 40-50 Kilohertz zerhackt. Diese Frequenz und deren Oberwellen werden direkt und über das Stromnetz abgestrahlt. Man könnte das unterdrücken, wenn nicht zur Gewinnmaximierung jeder Cent bei der Produktion eingespart würde. Mehr zum Thema Elektrosmog an anderer Stelle.

LED-Lampen kommen ohne Quecksilber aus, Elektrosmog erzeugen sie im Einzelfall nach wie vor.

Medikamente
Manche Medikamente enthalten Quecksilber, die bekanntesten sind Impfstoffe. Dort ist es das Konservierungsmittel Thiomersal, das zur Hälfte aus Quecksilber besteht.

Fatalerweise erhalten gerade kleine Kinder, deren Nervensystem sich noch im Wachstum befindet, besonders viele Impfungen. Sofern die Eltern das mitmachen. Direkt in den Körper gespritzt kann nicht einmal eine Mundschleimhaut oder Darmwand schlimmeres verhindern. Wichtige Infos zum Thema Impfen gibt es hier.

Industrie
Irgendwo müssen quecksilberhaltige Substanzen ja verarbeitet werden, bevor sie in die Leuchtstofflampe, die Zahnfüllungen oder in den Impfstoff gelangen. Fragen Sie ihren Arbeitgeber doch einmal, ob solche Stoffe in Ihrer Firma verarbeitet werden. Normalerweise ist es Vorschrift, entsprechende Warnhinweise und Merkblätter auszuhängen.

In besonderer Gefahr stehen Mitarbeiter von Recyclingfirmen, Wertstoffhöfen oder ganz normalen Ladengeschäften, wo Leuchtstofflampen zurückgenommen oder recycelt werden. Sobald eine Lampe aufbricht entweicht Quecksilber. Ohne Atemschutz und andere Sicherheitsvorkehrungen dürfte dort nicht gearbeitet werden.

Wie können wir uns schützen?

Der wichtigste Schritt ist das Vermeiden der Aufnahme. Obige Punkte zeigen die häufigsten Vergiftungsquellen.

Die weitere wichtige Sache ist die Entgiftung. Nach Entfernung von Amalgamplomben z.B. ist eine gründliche Entgiftungskur notwendig. Da wir durch die Umweltverschmutzung auch über die Nahrung und andere Wege immer wieder Schwermetalle in uns aufnehmen, ist eine kontinuierliche Schwermetallausleitung notwendig. Man kann das dauerhaft in den Alltag einbauen oder in regelmäßigen Abständen als Kur.

Richtig funktioniert die Ausleitung nur mit Begleitung eines fachkundigen Therapeuten. Wichtige Informationen über die richtige Ausleitung lesen Sie hier.



Quelle: Vorträge und Seminare mit Dr. Dietrich Klinghardt u.a.




   

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